Ihr Ratgeber zu Bipolaren Störungen

Werden Sie zum Experten Ihrer Erkrankung oder der eines Angehörigen.

Wissen hilft, weitere Krankheitsepisoden zu vermeiden oder abzuschwächen

Es ist erwiesen: Bipolare Patienten, die sich eingehend mit allen Aspekten ihrer Erkrankung befasst und sich ein umfangreiches Wissen darüber angeeignet haben, können

  • erneute bipolare Episoden früh abfangen und damit milder verlaufen lassen
  • Klinikaufenthalte vermeiden oder deutlich verkürzen
  • auf Augenhöhe ihrem behandelnden Arzt/Therapeuten begegnen
  • selbstbestimmt und souverän mit ihrer Erkrankung umgehen

Auf dieser Website erhalten Sie grundlegende Informationen zu Bipolaren Störungen, zu unterschiedlichen Erklärungsmodellen sowie zu Behandlungs- und Bewältigungsstrategien. Dies kann jedoch den Besuch eines Psychoedukationskurses nicht ersetzen. Dieser Ratgeber soll lediglich als erster Schritt dienen, sich mit den verschiedenen Aspekten der Bipolaren Störung vertraut zu machen und dadurch besser mit der Erkrankung umgehen zu können.

Leider wird Psychoedukation (noch) nicht flächendeckend angeboten. Informieren Sie sich, ob an einer Klinik in Ihrer Nähe Psychoedukationskurse durchgeführt werden. In solchen Kursen wird in 8 bis 21 Einheiten alles vermittelt, was Sie über die Erkrankung und den Umgang damit wissen müssen. Ein Schwerpunkt ist hierbei die Vorbeugung von Rückfällen. Die Akzeptanz und die Einsicht zur Einnahme vorbeugender Medikation ist dabei von großer Bedeutung. Je besser Sie und Ihre Familie informiert sind, desto günstiger ist die Prognose für den weiteren Verlauf.

Das Erkennen von Belastungs- und Stressmomenten, die eine weitere Krankheitsepisode auslösen können,  ist ebenso wichtig wie das Erlernen der Selbstbeobachtung und die Fähigkeit, Frühsymptome rechtzeitig zu erkennen und gegebenenfalls ein entsprechendes Krisenmanagement einzuleiten.

Tagesstrukturierung, Planung von Aktivitäten und Regenerationsphasen sowie das Erlernen von Entspannungsmöglichkeiten sind Themen, die im Verlauf eines solchen Kurses angesprochen werden. Mit Psychotherapie und Psychoedukation kann die vorbeugende medikamentöse Behandlung ergänzt werden, um weitere Krankheitsepisoden zu vermeiden und beschwerdefreie Intervalle zu fördern.

Über den "Gebrauch" dieses Ratgebers

Von Seite zu Seite erfahren Sie mehr über Bipolare Störungen und bauen damit ein Grundwissen über die Erkrankung auf. Gehen Sie Punkt für Punkt durch; bereits gelesene Seiten werden markiert (sofern Sie sich registriert haben), damit Sie bei einem späteren Besuch dieser Website wissen, wo Sie zuletzt waren.

Hinweis: Der besseren Lesbarkeit halber wird in diesem Ratgeber bei Personenbezeichnungen jeweils nur die männliche Form genannt  (also zum Beispiel "Arzt" statt "Ärztin bzw. Arzt"). Alle Hinweise auf Medikamente oder Dosierungen ohne Gewähr. Hier ist die Kompetenz Ihres Facharztes gefragt.

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